FrauVilma nordisch gemustert

Kuckkuck, da bin ich mal wieder – tatsächlich bin ich gerade ziemlich in der Versenkung abgetaucht und das wird auch erst einmal so bleiben. Der Job hat im Moment einfach absolute Priorität und es bleibt ab und an zwar Zeit, um das eine oder andere Teil zu nähen, aber nicht, um es zu fotografieren oder zu bloggen. Am letzten Wochenende ist es mir aber endlich gelungen und habe mir direkt nach dem Frühstück Kamera und Tochter geschnappt.

Das lässige Wickelkleid FrauVilma habe ich vor einer Weile in schlichtem schwarz gezeigt. Heute folgt die nordisch-gemusterte Variante mit dem Jersey “Fin” aus der wirklich gelungenen Kollektion On the open Sea. Die kleinen Walfischschwänze hatten es mir sofort angetan, als ich den Stoff auf Instagram sah und der passende Schnitt war sofort klar. Dieses Mal habe ich auch die im Schnitt vorgesehenen Taschen umgesetzt – was soll ich sagen: Röcke und Kleider mit Taschen rocken einfach.

Bilder sagen mehr als Worte, daher heute einfach mal ein paar mehr davon – ich freu mich schon darauf, das Kleid im Sommer dann im Nordseeurlaub zu tragen. On the Sea quasi.

In diesem Sinne – happy Donnerstag und bis hoffentlich bald an dieser Stelle!

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt FrauVilma (schnittreif & fritzi)
Stoff Fin (Lila Lotta via Mira Rostock)

Frau Nina blau-weiß geringelt

Die ersten herbstlich anmutenden Tage haben wir ja schon wieder gehabt, aber gottseidank konnte sich die Sonne noch einmal durchsetzen und wir verleben hier am Bodensee gerade herrliche Urlaubstage. Man spürt, dass die Ferienzeit fast in ganz Deutschland vorbei ist. Überall sind die Menschen entspannt, es ist weniger los, alles etwas langsamer. Seeehr schön!

Um Euch jetzt vollends durcheinander zu bringen, habe ich nun aber heute zur Abwechslung mal die Ostsee herausgekramt – hah, Verwirrung komplett? Nicht doch! Diese Bilder stammen aus dem Frühjahr und haben es bisher aus unerfindlichen Gründen noch nicht auf den Blog geschafft. Höchste Zeit das nachzuholen!

Ihr seht heute eine FrauNina aus der Probenähephase. Im Vergleich dazu verfügt die endgültige Variante über einen größeren Ausschnitt und ist etwas länger. Diese hier ist übrigens genäht in S, mein gelbes Faltenblüschen in luftigem M. Verwendet habe ich hierfür die herrlich geringelte Viskose von Stoff & Stil und durch pinke Nähte kleine Highlights gesetzt.

Durch den flutschigen Stoff sind die Falten am Saum eventuell erst auf den zweiten Blick erkennbar, nicht destotrotz liebe ich diesen Blusentop heiß und innig und es schafft selten den Umweg von der Wäscheleine in den Kleiderschrank.

Die wunderbare Kulisse auf den Bildern ist die Markgrafenheide bei Rostock – manch eine erinnert sich vielleicht an mein Wochenendtreffen mit einigen anderen Bloggerfreunden im April. Die Fotocredits liegen dieses Mal bei meiner Freundin Danie – danke :-*

Ist Euch übrigens mein neues Blog-Layout aufgefallen? Nach 2 Jahren im alten Look, fühlte ich mich schon lange nach Veränderung. Nun habe ich die Abende ohne Nähmaschine hier im Urlaub genutzt und mich endlich daran gesetzt – und dann in einer Hauruck-Aktion auch einfach online gestellt. So manches muss noch bereinigt werden, aber der Löwenanteil ist getan.

Einen schönen Donnerstag Euch und liebste Grüße
Miri

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Stoff Viscose navy/weiß gestreift (Stoff & Stil)
Schnitt FrauNina (fritzi&schnittreif)

Kleiderbaukasten maritim

Die Nähe zu einem Stoff-Werksverkauf kann Fluch und Segen zugleich sein. Als Nähanfänger bin ich dadurch in allerkürzester Zeit ganz schlimm stoffsüchtig geworden. Fast jeden Samstag habe ich damals den Großeinkauf bei Aldi mit einem abschließenden Besuch bei Hilco gekrönt 🙂 Irgendwann “lernt” man dann ja eher projektbezogen Stoff zu kaufen – alternativ ordert frau neue Regale…

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In diesem Fall war ich zum ersten Mal seit Monaten wieder im nahen Werksverkauf, um Stoff für ein bestimmtes Teil zu besorgen. Und dann sah ich diesen genialen Jersey. Alle Prinzipien über Bord werfend habe ich dann davon vorsorglich zwei Meter mitgenommen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Blau-weiß ist natürlich ganz nach meinem Geschmack. Kombiniere ich sehr gerne mit senfgelben, roten oder pinken Jäckchen und Tüchern.

Nach meinen ausgiebigen Tests des Kleiderbaukastens von Rosa P. wurde dann mit gutem Gewissen das feine Stöffchen angeschnitten. Hier sieht Ihr das Carmenoberteil kombiniert zum weiten Rock und halblangen Ärmeln (jeweils S). Dem Rock habe ich jedoch etwas den Schwung stibitzt und unten sowohl hinten als auch vorne 10 cm im Bruch heraus genommen. Als Kontrastnähte gab es mal wieder den geschätzten Kettelstich der Cover – I like.

Jetzt wünsche ich mir schnell den Sommer zurück – der pausiert heute mal wieder!

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt
Näh Dir Dein Kleid (Rosa P.)
Stoff Blue Shells (Hilco)

Sweatjacke jErik geringelt

Dass es diese Jacke noch auf den Blog, nein überhaupt in einen tragbaren Zustand, schafft, hätte ich schon kaum mehr für möglich gehalten. Das Projekt habe ich im letzten Sommer begonnen, den Stoff dafür nach den Wünschen des Mannes Ende September beim Lillestoff-Festival mitgenommen und dann sofort zugeschnitten. Und so lagen die gefühlt 200 Schnitteile dann eeewig auf dem Zuschneidetisch. Warum? Na, weil immer neuer Stoff und neue Schnitte für mich selbst dazwischen kamen. #selfishsewing und so, Ihr wisst ja…

In den Weihnachtsferien fragt der geduldige Mann dann, wann denn mal – die von mir zugegebenermaßen heiß angepriesene – Sweatjacke fertig sei, da er sich sonst gerne eine neue kaufen würde. Um Gottes willen! Verschämt verzog ich mich sofort ins Nähzimmer und legte voller Tatendrang los. Unter Druck konnte ich schon immer am besten arbeiten. Nun, was soll ich sagen? Bei der wirklich wunderbaren Jacke jErik empfehle ich folgende Dinge NICHT: Man nehme keinen dehnbaren Sweat (der verzieht sich gerne mal beim Reissverschluss einnähen, so dass hinterher nichts mehr stimmt). Man nehme keine Ringel (trotz aller Bemühungen bereits beim Zuschnitt ist es am Ende einfach unmöglich, die vielen Schnitteile stimmig zusammen zu nähen). Man nehme kein billiges Webband zum Versäubern des Reissverschlusses (das es schafft zwei Nadeln der Nähmaschine zu schrotten) und last but not least: man mache keine Experimente mit SnapPap auf einer fertigen Jacke, die endlich, nach dreimaligem Auftrennen des Reissverschlusses, damit die Ringel trotz verzogenen Sweat einigermaßen passen, fertig ist. ALLES KLAR?

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Sehen wir mal, von diesen nicht unbedingt erholungsfördernden Erfahrungen im Entstehungsprozess (so viel ist einfach noch NIE schief gegangen bei einem einzigen Kleiungsstück), ist die Jacke toll geworden und gefällt dem Mann auch wirklich gut. Das Ebook ist superverständlich (um nicht zu sagen idiotensicher) und ich werde das, um mich selber zu kurieren, auch ganz zeitnah noch einmal aus schlichtem Uni-Sweat ohne Stretchanteil nähen. Das ist hier übrigens Größe M in der taillierten Version.

Drei Reissverschlüsse an einem Teil plus Applis, Covernähte und so weiter – als Verfechterin des schlichten und puren Schnitts habe ich hier ganz schön aus den Vollen geschöpft, was?

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt jErik (henneprülla)
Stoff Sweat Blockstreifen anthrazit-weiß (Lillestoff)

FrauEva geringelt als Prototyp

Heute ganz kurz und schmerzlos, nachdem ich den Computer doch noch erobert habe (der Mann hat ihn zu meinem Empören in Beschlag genommen – dafür habe ich die Zeit für ein spontanes Shirt genutzt, zeig ich dann demnächst). Da ich zur Zeit unwahrscheinlich viel nähe (fragt mich nicht wann, ich weiß es selber nicht so genau), komme ich mit dem Zeigen kaum nach.

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Das ist mein neuer Lieblingsjerseyrock, den ich vorzugsweise beim Plantschen mit den Kids im Garten trage. Es handelt sich um FrauEva, allerdings als Prototyp, die in der finalen Version noch etwas verändert wurde. Da es es ein “Vokuhila”-Rock sein soll, wurde das Vorderteil im Endschnitt noch um zwei cm verkürzt.

Sorry, die Bilder sind leider auch mehr schlecht als recht, das Licht war schon bescheidend und das weiße Shirt vor der weißen Wand, nun ja…

Dennoch – einen Ringelrock wie diesen braucht jeder Kleiderschrank, hab ich recht?

Liebste Grüße
Miri

Verlinkt Creadienstag
Stoff Lillestoff
Schnittmuster FrauEva (fritzi&schnittreif)

Probenähen für Fussellinchen: Danii – die Erste

SONY DSCWer mir auf Instagram und Facebook folgt, konnte letzte Woche schon einen Blick auf mein neues Lieblingsshirt werfen! Ich durfte wieder einmal einen neuen Schnitt von der lieben Dani alias Fussellinchen testen.

Danii ist ein toller Basicschnitt und besteht aus sage und schreibe zwei Teilen zzgl. Säume (wenn gewünscht). Geht also ratz fatz und sitzt entweder schön körpernah oder, wenn man eine Größe größer wählt, luftig-lässig. Tipp: Für ein tieferen Ausschnitt einfach den Ausschnitt ein bis zwei Größen größer wählen!

SONY DSCHier seht Ihr, mal wieder, eine maritime Variante in 38. Stoffe sind von Pepelinchen. An den Ärmeln und unten habe ich mich für einen Rollsaum entschieden. Ist bei den Sommersachen zur Zeit mein absoluter Favorit.

Das Tollste: Die Danii gibt es fürs Erste als Freebook hier. Ich bin hin und weg und habe gleich mehrere Teile genäht. Der Schnitt macht süchtig und auch die anderen Mädels in der Gruppe konnten gar nicht mehr aufhören 🙂 Ich zeige Euch in dieser Woche noch eine Kleidversion und auch ein Top habe ich noch im Köcher. Im Herbst werde ich definitiv noch eine mit 3/4-Ärmeln oder in Tunika-Länge nähen.

SONY DSCDanke liebe Dani, dass ich wieder dabei sein durfte! Bei Dir herrscht immer eine ganz besondere Stimmung und ich habe Dich einfach ins Herz geschlossen <3 Liebste Grüße & happy Creadienstag
Miri

Superbia die zweite: Kleider machen Leute

Dass die Superbia von Erbsünde ein toller Schnitt ist, habe ich ja kürzlich schon hier mehr als deutlich gemacht. Die zahlreichen Varianten lassen jedes Stück wieder ganz neu und anders erscheinen. Für die Hochzeit meiner Cousine fehlte mir noch das passende Kleid. Es sollte luftig, bequem und kindertauglich sein – et voilà!
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Dieses Mal habe ich mich für Jersey (Stoff & Stil) und eine Variante mit Ärmeln entschieden. Das Kleid habe ich etwas länger gehalten und mit (um ehrlich zu sein, weil ich es hasse, Jersey mit der Nähmaschine zu säumen) Wellensaum versehen. Ich finde es passt aber sehr zu dem luftigen Schnitt. Beim nächsten Mal werde ich tatsächlich mal XS nähen, denn vor allem am Oberteil ist es doch ganz schön weit, unten kann man es durch die seitlichen Bindebänder geschickt regulieren – Ilka von Erbsünde empfiehlt bei Jersey auch eine Nummer kleiner zu nähen, aber ich habe mich nicht getraut – XS, ich, hallo? Danke Ilka, dass schmeichelt der Seele doch sehr 🙂

Und was meint Ihr? Hochzeitstauglich? Ich bin happy damit. Mein Afterbabybody ist leider noch nicht wieder der Alte und so kann ich das wenigstens ansatzweise kaschieren…

Liebste Grüße
Miri

PS: Und jetzt ab zum Creadienstag!

Leinen los, volle Fahrt voraus für mein Ringelshirt!

Das ist mal ein Shirt, das ich so schnell nicht hergeben werde – ich bin total verliebt in meine Interpretation der “Josie”. Ich bin nur ehrlich, denn das ist ja das tolle am Selbernähen: Im besten Fall hat man genau das Ergebnis, das man sich wünscht. Und was soll ich sagen, dieser Fall ist eingetreten 🙂
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Den neuen Schnitt von Fusselinchen durfte ich probenähen und ich bin schwer begeistert! Im Grunde ist es ein oversized Basicshirt, das im Schnitt eine Topvariante (siehe mein Ergebnis), aber auch eine Tunika und ein Shortdress in petto hat sowie zwei Armlängen. Das Shirt ist aber noch so viel variabler: von ärmellos, über andere Ausschnitte und Saumabschlüsse bis vokuhila ist alles machbar. Das Ebook Josie ist ab heute hier erhältlich und wirklich für jeden Näher geeignet, gerade weil er so individuell ist.

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Für den tollen Viskosejersey von Hilco habe ich lange nach dem passenden Schnitt gesucht und die Ankerapplikation (ich appliziere gerne mit dem Dreifach-Zickzack-Stich, das sieht etwas nach Handarbeit aus) und der Wellensaum runden den maritimen Look doch optimal ab, oder? Und zum ersten Mal das Bündchen für Faule ausprobiert habe ich auch, coole Sache!

Diesen Post schicke ich heute zum Creadienstag und schau mal, was die anderen Mädels so treiben.

Liebste Grüße
Miri