FrauToni, French Terry und taubenblau

Gleich drei Premieren haben sich in diesem Projekt vereint: ein für mich neuer Schnitt, ein für mich neues Material und der erste Pulli für eine liebe Freundin. Letztere hatte sich schon lange einen Hoodie von mir gewünscht, und als ich den kuschligen taubenblauen Stoff in den Händen hielt, wusste ich sofort, dass nun endlich sie an der Reihe sein würde.

FrauToni ist ein superschnell genähter Pulli mit Raglanärmeln und einem – für Sweater eher ungewöhnlichen – Vokuhila-Saum. Der gefällt mir in Kombi mit dem Unistoff wirklich gut, ein schöner Hingucker. Statt der üblichen Kapuze habe ich eine leicht überlappende Kapuze gewählt. Dafür habe ich das reguläre Kapuzen-Schnittteil einfach um rund 10 cm verlängert und spitz zulaufen lassen. Mir fällt gerade auf, dass es noch eine weitere Premiere gab: ich habe zum ersten Mal meine Prym-Variozange benutzt, um die Ösen anzubringen. Geniales Teil!! Bisher habe ich mit dem Hammer gearbeitet – als Nachtnäherin, die schlafende Kinder bevorzugt, aber nicht sooo toll. Beide Daumen hoch für die Zange, total cool und eines der besten Geburtstagsgeschenke dieses Jahr 🙂

Aufgepeppt wurde der Pulli dann durch Ton-in-Ton Covernähte und einen liebgemeinten Plott (danke Danie :-*). Beim Fotos machen, habe ich ich mich ein klein wenig in den Kuschelhoodie verliebt. Dass er sehr gut bei meiner Freundin ankam, muss ich nicht extra erwähnen, oder?

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt FrauToni (fritzi&schnittreif)
Stoff French Terry taubenblau (Lillestoff
Plot Freebie (Henne Prülla)

Sweatjacke jErik geringelt

Dass es diese Jacke noch auf den Blog, nein überhaupt in einen tragbaren Zustand, schafft, hätte ich schon kaum mehr für möglich gehalten. Das Projekt habe ich im letzten Sommer begonnen, den Stoff dafür nach den Wünschen des Mannes Ende September beim Lillestoff-Festival mitgenommen und dann sofort zugeschnitten. Und so lagen die gefühlt 200 Schnitteile dann eeewig auf dem Zuschneidetisch. Warum? Na, weil immer neuer Stoff und neue Schnitte für mich selbst dazwischen kamen. #selfishsewing und so, Ihr wisst ja…

In den Weihnachtsferien fragt der geduldige Mann dann, wann denn mal – die von mir zugegebenermaßen heiß angepriesene – Sweatjacke fertig sei, da er sich sonst gerne eine neue kaufen würde. Um Gottes willen! Verschämt verzog ich mich sofort ins Nähzimmer und legte voller Tatendrang los. Unter Druck konnte ich schon immer am besten arbeiten. Nun, was soll ich sagen? Bei der wirklich wunderbaren Jacke jErik empfehle ich folgende Dinge NICHT: Man nehme keinen dehnbaren Sweat (der verzieht sich gerne mal beim Reissverschluss einnähen, so dass hinterher nichts mehr stimmt). Man nehme keine Ringel (trotz aller Bemühungen bereits beim Zuschnitt ist es am Ende einfach unmöglich, die vielen Schnitteile stimmig zusammen zu nähen). Man nehme kein billiges Webband zum Versäubern des Reissverschlusses (das es schafft zwei Nadeln der Nähmaschine zu schrotten) und last but not least: man mache keine Experimente mit SnapPap auf einer fertigen Jacke, die endlich, nach dreimaligem Auftrennen des Reissverschlusses, damit die Ringel trotz verzogenen Sweat einigermaßen passen, fertig ist. ALLES KLAR?

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Sehen wir mal, von diesen nicht unbedingt erholungsfördernden Erfahrungen im Entstehungsprozess (so viel ist einfach noch NIE schief gegangen bei einem einzigen Kleiungsstück), ist die Jacke toll geworden und gefällt dem Mann auch wirklich gut. Das Ebook ist superverständlich (um nicht zu sagen idiotensicher) und ich werde das, um mich selber zu kurieren, auch ganz zeitnah noch einmal aus schlichtem Uni-Sweat ohne Stretchanteil nähen. Das ist hier übrigens Größe M in der taillierten Version.

Drei Reissverschlüsse an einem Teil plus Applis, Covernähte und so weiter – als Verfechterin des schlichten und puren Schnitts habe ich hier ganz schön aus den Vollen geschöpft, was?

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt jErik (henneprülla)
Stoff Sweat Blockstreifen anthrazit-weiß (Lillestoff)

FrauJulie als Maxikleid in Polly-türkis

Es wird heiß diese Woche in Süddeutschland, weit über 30 Grad und nur Sonnenschein – soll heißen, diese Woche geht es hier sommerlich und luftig zu! Den Anfang macht ein Maxikleid in türkis. Dafür habe ich FrauJulie von fritzi & schnittreif (hier im original gezeigt) um einiges verlängert und den Tunnelzug statt auf Taille direkt unter der Brust genäht.

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Ich bin nicht ganz zufrieden, für den Schnitt hätte sich ein dunklerer Stoff besser geeignet – Stichwort vorteilerhaft und so. Dennoch trage ich es sehr gerne. Die weiten Armausschnitte und der lange Rock sind bei Hitze einfach sehr angenehm zu tragen und begleiten mich ins Freibad genauso wie auf den Wochenmarkt.

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Morgen geht es hochsommerlich weiter mit einem Oberteil in blau.

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt FrauJulie (fritzi & schnittreif)
Stoff Polly und Uni braun (Lillestoff)

FrauEva geringelt als Prototyp

Heute ganz kurz und schmerzlos, nachdem ich den Computer doch noch erobert habe (der Mann hat ihn zu meinem Empören in Beschlag genommen – dafür habe ich die Zeit für ein spontanes Shirt genutzt, zeig ich dann demnächst). Da ich zur Zeit unwahrscheinlich viel nähe (fragt mich nicht wann, ich weiß es selber nicht so genau), komme ich mit dem Zeigen kaum nach.

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Das ist mein neuer Lieblingsjerseyrock, den ich vorzugsweise beim Plantschen mit den Kids im Garten trage. Es handelt sich um FrauEva, allerdings als Prototyp, die in der finalen Version noch etwas verändert wurde. Da es es ein “Vokuhila”-Rock sein soll, wurde das Vorderteil im Endschnitt noch um zwei cm verkürzt.

Sorry, die Bilder sind leider auch mehr schlecht als recht, das Licht war schon bescheidend und das weiße Shirt vor der weißen Wand, nun ja…

Dennoch – einen Ringelrock wie diesen braucht jeder Kleiderschrank, hab ich recht?

Liebste Grüße
Miri

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Stoff Lillestoff
Schnittmuster FrauEva (fritzi&schnittreif)

Geblümt: Raglankleid fürs Mädchen

Zugegeben, es ist schon eine Weile her, dass ich hier Kinderkleidung gezeigt habe. Und das wird auch eher der Trend bleiben. Nein, eine Nähmami bin ich nicht, und ja, ich stehe dazu, dass ich in dieser Beziehung absolut egoistisch bin. Nicht aber heute!

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Auch wenn sie noch keine zwei Jahre alt ist, hat Madame schon sehr genaue Vorstellungen bezüglich ihrer Garderobe. Am liebsten trägt sie Kleider und Röcke und stil- (oder vielmehr ziel-) sicher zieht sie pink, rot und rosa aus den Regalen. Als ich also diesen herrlichen Jersey auspackte, kam ich nicht umhin, daraus ein Kleid für die Tochter zu zaubern. Und wie ihre Augen strahlten, als sie es von der Schneiderpuppe zerrte (ja, zerrte!). Obendrauf gab es – aus aktuellem Anlass – noch ein Sonnenhütchen.

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Als Basis für das Raglankleid habe ich das Raglanshirt (Freebook) von Mamahoch2 gewählt, im Brustbereich gekürzt und als Rock einen Streifen in doppelter Breite zugeschnitten und entsprechend gekräuselt. Die Ärmel habe ich mit Rollsäumen versehen, den Rest mit einem Zweifachstich gecovert. Gerade bei Kindersachen finde ich den Dreifachstich manchmal zu wuchtig. Wobei es echt Übungssache ist die Raglannähte mit dem schmaleren Stich sauber zu treffen (hüstel) 🙂

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Morgen zeige ich Euch übrigens meine erste Rockbüx, die am Samstag beim #irockbuexalong entstanden ist.

Liebste Grüße
Miri

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Stoff Mia my Mia (ab Samstag bei Lillestoff)
Schnitt Summer Rockers (Mamahoch2) / Jersey Sonnenhut (Kid5)

Basic-Kleid meets Blumenwiese

Frühling? Hallo? Kannst Du mich hören? Noch nicht so richtig wahrscheinlich… Aber um auf Nummer sicher zu gehen, ziehe ich mich weiterhin an wie “der Frühling persönlich” (Zitat Kollege), dann findet er mich vielleicht eher. Der wunderschöne Jersey Frida mit filigranen Blüten auf türkis-grün-Tönen trifft hier auf grau und macht sich so ausgezeichnet. Oder? Leider war gerade keine Cover im Haus, sonst wäre die Trennungsnaht auch schick in türkis rausgekommen.

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Der Schnitt, ein schlichtes Basic-Kleid, schreit nach Stoffkombis, Gürteln und Bindebändern – werde ich alles noch testen. Nächstes Mal dann eine Nummer größer und ohne 3 Stück Kuchen im Bauch (Notiz an mich: Fotos nächstes Mal VOR dem Sonntagskaffee bei Oma und Opa)

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Habt einen schönen Dienstag und schaut heute unbedingt bei Änni rein – da geht die #missionundercover in die zweite Runde!

Liebste Grüße
Miri

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Stoff Frida (ab Samstag bei Lillestoff)
Schnitt Maddy (Schnittgeflüster)