Sweatjacke jErik geringelt

Dass es diese Jacke noch auf den Blog, nein überhaupt in einen tragbaren Zustand, schafft, hätte ich schon kaum mehr für möglich gehalten. Das Projekt habe ich im letzten Sommer begonnen, den Stoff dafür nach den Wünschen des Mannes Ende September beim Lillestoff-Festival mitgenommen und dann sofort zugeschnitten. Und so lagen die gefühlt 200 Schnitteile dann eeewig auf dem Zuschneidetisch. Warum? Na, weil immer neuer Stoff und neue Schnitte für mich selbst dazwischen kamen. #selfishsewing und so, Ihr wisst ja…

In den Weihnachtsferien fragt der geduldige Mann dann, wann denn mal – die von mir zugegebenermaßen heiß angepriesene – Sweatjacke fertig sei, da er sich sonst gerne eine neue kaufen würde. Um Gottes willen! Verschämt verzog ich mich sofort ins Nähzimmer und legte voller Tatendrang los. Unter Druck konnte ich schon immer am besten arbeiten. Nun, was soll ich sagen? Bei der wirklich wunderbaren Jacke jErik empfehle ich folgende Dinge NICHT: Man nehme keinen dehnbaren Sweat (der verzieht sich gerne mal beim Reissverschluss einnähen, so dass hinterher nichts mehr stimmt). Man nehme keine Ringel (trotz aller Bemühungen bereits beim Zuschnitt ist es am Ende einfach unmöglich, die vielen Schnitteile stimmig zusammen zu nähen). Man nehme kein billiges Webband zum Versäubern des Reissverschlusses (das es schafft zwei Nadeln der Nähmaschine zu schrotten) und last but not least: man mache keine Experimente mit SnapPap auf einer fertigen Jacke, die endlich, nach dreimaligem Auftrennen des Reissverschlusses, damit die Ringel trotz verzogenen Sweat einigermaßen passen, fertig ist. ALLES KLAR?

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Sehen wir mal, von diesen nicht unbedingt erholungsfördernden Erfahrungen im Entstehungsprozess (so viel ist einfach noch NIE schief gegangen bei einem einzigen Kleiungsstück), ist die Jacke toll geworden und gefällt dem Mann auch wirklich gut. Das Ebook ist superverständlich (um nicht zu sagen idiotensicher) und ich werde das, um mich selber zu kurieren, auch ganz zeitnah noch einmal aus schlichtem Uni-Sweat ohne Stretchanteil nähen. Das ist hier übrigens Größe M in der taillierten Version.

Drei Reissverschlüsse an einem Teil plus Applis, Covernähte und so weiter – als Verfechterin des schlichten und puren Schnitts habe ich hier ganz schön aus den Vollen geschöpft, was?

Liebste Grüße
Miri

Verlinkt Creadienstag
Schnitt jErik (henneprülla)
Stoff Sweat Blockstreifen anthrazit-weiß (Lillestoff)

77 thoughts on “Sweatjacke jErik geringelt

  1. Lee says:

    Ach Mensch!!!!!!! Vielleicht war der Druck doch zu viel? 😉 Hauptsache der Mann ist glücklich, alles andere siehst nur du und darfst dich nicht ärgern…du hast durchgehalten und das zählt! Die zweite wird besser. Ich habe eine aus Softshell für meinen Mann gemacht, das geht super. Jetzt muss ich ihn nur vor die Kamera kriegen 😉
    Liebe Grüße,
    Lee

  2. Anita says:

    ach herrjee, manchmal geht einfach alles schief (bei mir gestern bei einem Lunchbag, wieviel simpler kanns denn noch sein?! Unzählige Nadeln geschrotet und meterweise Faden verhauen…). Aber zum Glück ist das Resultat ja trotzdem sehr sehenswert (also bei dir- meine Tüte nicht wirklich) rausgekommen!
    Bewahr mich rasch vor dem nächsten Frust, was ist bei Snappap auf Jacken das Problem? Das wollte ich nämlich heute auf die sonst schon fast fertige Jacke drauf nähen- sozusagen als Belohnung für den Frust von gestern. Ist da der nächste programmiert…?
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Anita

    • Miri says:
      Miri

      SnapPap war bei mir das Problem, das sich der dehnbare Sweat und die Pappe irgendwie nicht vertragen haben, erst recht nicht, als ich eine Einlage aufgebügelt habe.. Da es sonst aber gut klappt, war es sicher einfach schlechtes Karma 🙂 Hoffe, bei Dir lief es besser! LG, Miri

  3. Jomi says:

    Ach, manchmal ist einfach der Wurm drin. Dass du die Jacke trotzdem fertig gestellt hast, respekt! Ich hätte das Ding schon längst in die Tonne geschmissen…
    Ich muss aber sagen, das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen und dein Durchhaltevermögen hat sich echt gelohnt.

    Liebe Grüße
    Steffi

  4. Maira says:

    Liebe Miri,
    die Jacke ist toll!! Aber ich kenne es selbst zu gut wenn nichts funktioniert und das Ergebniss dann auch noch für jemand anderen ist, das macht es nicht grade besser…
    Liebe Grüße
    Maira

    • Miri says:
      Miri

      Danke, wie lieb von Dir! Ich glaube, wenn sie für mich selbst gewesen wäre, hätte ich sicher mittendrin aufgegeben 🙂

  5. nähbäerlina says:

    Hallo Miri, deine Jacke ist toll geworden und der Schnitt von Prülla ist wirklich idiotensicher, echt tolles ebook. Manchmal ist der Wurm in einem Projekt. Aber du hast Kampfgeist bewiesen und durchgehalten. Daumen hoch. Ich habe den Schnitt hier auch liegen und schon eine Probejacke aus Billigfleece genäht, wegen Passform und so. Manchmal tut man ja gut daran Projekte erstmal Probe zu nähen, bei mir zumindest. Nun liegt der Originalstoff seit November hier und es kommen auch bei mir immer wieder kleine Nähprojekte dazuwischen. Eigentlich ärgert mich das mächtig, weil die Jacke so schön ist. Ich werde dann auch mal in mein Nähzimmer gehen und an dich denken und mich durchnähen… LG von nähbäerlina

  6. Silvia says:

    Tolle Jacke!!
    Das Reißverschluss Problem kenne ich auch!
    Mein Mann trägt gerne Jacken aus Mega dehnbarem Alpenfleece!!
    Am Besten klappt es wenn du vor dem Annähen des Reißverschlusses einfach einen Streifen ausreissbares Stickvlies am Rand auf die linke Seite des Stoffes bügelst.
    Dann dehnt sich nix mehr und das Vlies wird hinterher einfach ausgerissen!
    Liebe Grüße
    Silvia

  7. Michaela says:

    ich muss gestehen, dass ich als ich die Bilder gesehen habe, noch gedacht habe: mutig bei dem Schnitt Streifen zu wählen. Da müssen so viele Stellen aufeinander treffen, das hätte ich mir nicht zugetraut. Die aber schon! 🙂 Und doch hast du auch kämpfen müssen. Aber mal ganz ehrlich: wenn wir uns Kaufkleidung (auch teurer) anschauen, dann passen da die Streifen auch nicht immer wirklich aufeinander. Und da ärgern wir uns noch lange nicht so darüber und kaufen es trotzdem!
    Mir gefällt die Jacke richtig gut. Mit den kleinen Akzenten und den Stoff finde ich ansich schon den Knaller (wie gesagt: mit allem Respekt vor s.o.). Wenn der Mann glücklich ist, dann ist es doch super! Meiner wartet auch noch auf diese Jacke, aber ich habe mich für duoble Fleece entschieden (ganz ohne Muster). Obwohl ich da schon Bedenken bzgl. der RV Taschen habe. Aber nur wer wagt gewinnt.
    LG Micha

  8. Oma macht das schon says:

    Ich finde die Jacke auch toll,
    vor allem auch die Kontrastcovernähte.
    Ich hatte sie auch schon im Warenkorb,
    bin dann doch noch mal umgekippt, wegen der vielen Teile.
    Vielleicht sollte ich es mir doch noch mal überlegen.
    Liebe Grüße
    Nähoma

    • Miri says:
      Miri

      Das kann ich verstehen, ist auch viel zum Kleben und Ausschneiden. Aber sonst kein Problem zum Nähen! Und ein Basic-Schnitt, den man immer wieder näht!

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