MissionUnderCover: Merrylock 3040

Bevor ich Euch gleich meinen – zugebenermaßen – kurzen Testbericht zur Merrylock vorstelle, wollte ich mich an dieser Stelle einmal bedanken! Ich bin immer total glücklich über Eure Kommentare und dass sie tatsächlich ankommt, unsere Mission! Toll, dass Ihr die Testreihe so verfolgt und sie Euch eventuell sogar in Eurer Entscheidungsfindung unterstützt. Ich habe mich letzte Woche übrigens entschieden. Eine Woche nachdem ich die letzte Maschine weitergeschickt habe, bin ich zu einer Entscheidung gekommen und habe nun seit Samstag mein Schätzchen! Welche es geworden ist, behalte ich mal noch für mich 🙂

page

MERRYLOCK 3040

Preis 329 Euro

Gesamteindruck Ich packe die Maschine aus dem Karton und habe ein Déjà-Vu. Die Maschine erinnert mich so sehr an die Success C4, dass ich erst einmal googlen muss. Scheinbar kommen die beiden Maschinen aus dem gleichen Werk und unterscheiden sich nur geringfügig. Bei dem Preis habe ich wenig Erwartungen und dafür ist die Verarbeitung und die Stabilität wirklich in Ordnung. Pluspunkt: der große Durchlass.

Handhabung Nachdem das hier die dritte Testmaschine ist, sollte das Einfädeln eigentlich gut klappen. Das Innere der Maschine ist ziemlich verwinkelt und mit viel Fluchen ist der Unterfaden dann auch irgendwann eingefädelt. Superätzend ist der “Kamm” und die Vorsortierer für die drei Oberfäden… Was für ein Gefummel! Ich weiß schon vor dem ersten Stich, dass das (trotz des megagünstigen Preis) auf keinen Fall meine Maschine wird. Ich würde vor jedem Farbwechsel drei mal überlegen, ob es das wert ist… Geduld ist einfach nicht meine Stärke.

Stichbild Ich bin ehrlich. Nach dem Gefummel mit den Oberfäden bin ich nur noch mäßig bei der Sache und ich nähe ein paar Mal über Stoffreste. Das Stichbild ist wirklich nicht schlecht. Gleichmäßig und sauber. Säumen kann man mit der Maschine bestimmt gut, mehr traue ich ihr nicht zu. Jede doppelte Naht, die ich auf dem Stoffrest cover, bringt die Maschine ins Straucheln. Nach 10 Minuten reicht es mir. Ich bin auf der Suche nach einer Maschine, mit der ich Säumen kann, ja. Aber ich will auch schicke Ziernähte machen, über mehrere Lagen, auf allen Arten von Stoff. Danie hat in ihrem Testbericht ganz viele Bilder. Ich habe es vor lauter Frust gar nicht mehr dokumentiert 🙁

Lautstärke Ähnlich wie meine Overlock, ganz schön laut.

Zubehör reguläres Zubehör (Pinzette, Schrauber etc.)

Fazit Die Maschine ist wahnsinnig günstig. Ich wollte sie unbedingt in der Testreihe haben, um selbst sehen zu können, was 1000 Euro Preisunterschied ausmachen. Ich bin an die ganze Testaktion unvoreingenommen rangegangen, denn blind die Baby Lock Coverstitch (nur weil sie überall gehyped wird) zu kaufen, wäre dann doch etwas zu einfach. Wer eine Zweit-Maschine sucht oder eine Covermaschine ausschließlich für Änderungsarbeiten, Kürzen oder “Flickereien” benötigt, für den könnte die Merrylock tatsächlich in Frage kommen. Nie allerdings würde ich auf die Idee kommen, mit dieser Maschine einen hochwertigen Stoff aufwändig zu verzieren oder mehr als zwei Nähte damit zu vernähen. Dafür ist die Maschine wohl einfach nicht gemacht, was bei dem Preis auch keine große Überraschung ist.

missionundercover4Morgen geht es weiter bei Johy und ich berichte Euch am Freitag nächste Woche über meine letzte Testmaschine, die vermeintliche Königin unter den Coverlocks, die Baby Lock Coverstitch.

Alle Coverlockmaschinen für diese Testreihe wurden uns zur Verfügung gestellt von der Nähwelt Flach.

Liebste Grüße
Miri

Hier geht es zur Gesamtübersicht der #missionundercover.

One thought on “MissionUnderCover: Merrylock 3040

  1. Änni says:

    Kurz und knackig, so mag ich das 😉
    Jetzt wo ich Deine Bilder sehe, fällt mir auch auf, dass genau dieser pinke Test-Stoffstreifen noch bei mir auf dem Nähtisch liegt…
    Liebe Grüße, Änni

Ich freue mich auf Eure Kommentare!