MissionUnderCover: Baby Lock Success C4

So – die erste Woche der #missionundercover liegt hinter uns und ich bin wirklich total happy! Ich bin selbst jeden Tag gespannt, was die anderen meiner “Mitstreiterinnen” posten, obwohl wir uns täglich in seeehr ausführlichen WhatsApp-Chats austauschen 🙂 Toll, dass Euch die Testreihe so gefällt! Nun habt Ihr über alle Maschinen bereits mindestens einmal gelesen. Doch jetzt kommt, der für mich zumindest, interessantere Teil: Wie fanden die anderen dieselbe Maschine? Gibt es einen eindeutigen Verlierer oder Gewinner? Eine richtige Überraschung jedenfalls ist für mich die heutige Maschine. Los geht’s!

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BABY LOCK SUCCESS COVERSTITCH SC C4

Preis 469 Euro

Gesamteindruck Die Maschine ist kompakt und stabil. Dennoch fühlen sich das Kunststoffgehäuse und die Metallteile irgendwie scharfkantig und für mich damit minderwertig an. Die Maschine hat keinen Freiarm, dafür aber mit 9 cm einen mittelgroßen Durchlass. Das eingravierte Lineal neben der Stichplatte finde ich super. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie hat die Maschine mich äußerlich nicht so angesprochen…

Handhabung Die Maschine ist schnell eigefädelt, wenn man verstanden hat, wie man die Finger verbiegen muss 🙂 Etwas fummelig ist das Sortieren der Oberfäden in den – nennen wir es mal – Kamm oberhalb der Nadeln, sehr lästig. Außerdem ist die Anleitung nicht sooo der Hit. Ich habs ja eh nicht so mit Anleitungen, aber wenn dann z.B. die Farben in der Beschreibung nicht mit den Farben auf der Maschine übereinstimmen, bin ich mäßig begeistert. Die Geschwindigkeitsregelung ist schwierig, da muss man sich wohl dran gewöhnen, bis man ein Gefühl dafür entwickelt. Läuft sehr ruckelig an und ist dann rasend schnell. Sehr gewöhnungsbedürftig ist es, dass man am Ende einer Naht den Stoff nur mit viel Gewalt aus der Maschine bekommt. Dem Gewebe passiert nichts, aber es fühlt sich falsch an, einen teuren Stoff derart rabiat unter den Nadeln heraus zu reißen.

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Stichbild Und jetzt die Überraschung! Das Stichbild ist ausgezeichnet, einwandfrei und überzeugt mich total. Die Maschine läuft solide, auch über mehrere Lagen, wie auf Schienen. Säume umnähen und gerade Nähte zu covern klappt 1a (siehe blauer Saum und Ausschnitt meines Blue Lily Kleids), bei Rundungen wird es (nicht zuletzt wegen der rasenden Stich-Geschwindigkeit) sehr schwer für mich. Da treffe ich die Naht nur noch auf gut Glück, siehe Leo-Stoff. Aber mit etwas Übung wird das sicher besser. Ich hatte mit dieser Maschinen keinen Fehlstich!

Lautstärke lauter als die Janome, aber immernoch leiser als meine Overlock

Zubehör reguläres Zubehör (Pinzette, Schrauber etc.)

Fazit Die Maschine ist sehr preiswert und trägt trotzdem einen großen Namen. Ich habe deshalb keine großartigen Erwartungen gehabt und die wurden im ersten Moment durch das unbefriedigende Äußere bestätigt. Dass das Stichbild und die Stichqualität so gut wären, hätte ich nie erwartet. Dennoch sind die fehlende Geschwindigkeitsregelung und das “komische Gefühl” für mich Argumente genug, mich gegen dieses solide Schnäppchen zu entscheiden. Dann lieber gut 100 Euro mehr in die Janome mit großem Durchlass und sensiblem Pedal investieren – meine Meinung. Wer aber eine Coverlock nur für Saumarbeiten sucht, der ist mit der Baby Lock Success C4 genau richtig!

missionundercover4Morgen geht es weiter bei Veronika und ich berichte nächste Woche über meine Erfahrungen mit der Merrylock. Alle Coverlockmaschinen für diese Testreihe wurden uns zur Verfügung gestellt von der Nähwelt Flach.

Liebste Grüße
Miri

PS: Dem Rest vom Leo-Teil zeige ich Euch am Mittwoch – ein echtes Lieblingsstück ist das mittlerweile.

Hier geht es zur Gesamtübersicht der #missionundercover.

41 thoughts on “MissionUnderCover: Baby Lock Success C4

  1. Caro says:

    Hallo Miri,
    da ich ja selbst mit der Success c4 nähe, kann ich Deine Erfahrungen so bestätigen. Das mit der Geschwindigkeit war am Anfang für mich das größte Problem, vom Covern keine Ahnung und dann ständig krumme Nähte, weil man so schnell aus der Spur näht. Allerdings ist das tatsächlich auch eine Gewöhnungssache, mittlerweile kann ich das “Gaspedal” ganz gut dosieren und auch langsam nähen, so dass auch Ausschnitte und andere kurvige Stellen gelingen.

    Vielen Dank für Eure Testreihe, ich freue mich jeden Tag drauf (auch wenn ich schon eine Cover habe).
    LG, Caro

    • Miri says:
      Miri

      Hi Caro! Super zu hören, dass man sich da arrangieren kann! Die Maschine ist preislich einfach unschlagbar!
      LG, Miri

  2. Danie says:

    Eine echte Überraschung!! Und trotzdem wir uns ja sehr umfangreich fernab des Blogs austauschen, bin ich gespannt, wer welche Maschine am Ende der Testreihe tatsächlich nimmt. Und auf den Leo freue ich mich auch…rrrrrr… (-; Liebe Grüsse Danie

  3. Johy says:

    Ja, eine echte Überraschung! Da habt Ihr recht. Super Bericht und so spannend wie es jede von uns erlebt hat 🙂
    Und auf Leo bin ich sooooooo gespannt!
    Liebste Grüße
    Johy

  4. Tag für Ideen says:

    Die Überraschung schlechthin dieses “kleine Baby” absolut….
    Ich bin von ihrer Zuverlässigkeit durchaus überzeugt worden – sehe es aber wie du – weiß du eh… 🙂
    Super Post!!!
    Liebe Grüße
    Veronika

  5. chrissibag says:

    Wenn ich das so lese, kann ich Dir nur beipflichten! Die Geschwindigkeit nicht optimal regulieren zu können, ist für mich auch ein großes Manko! Auch den Stoff so rabiat rausziehen zu müssen! Ich hätte jedesmal Angst, das Genähte zu schrotten!
    Vielen Dank für Deinen Bericht 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Christiane

  6. Änni says:

    Jetzt wo Du es beschreibst muss ich ja gestehen, dass ich das mit dem “Kamm” bei allen Maschinen echt komisch fand. Ich hatte da das Gefühl, dass ich ne falsche Reihenfolge beim einfädeln habe… Hätten wir das mal besser im 1.Hilfe-Chat besprochen! 😉
    Liebe Grüße, Änni

    • Miri says:
      Miri

      Also das Einfädeln in den Kamm fand ich bei dieser hier mit Abstand am fummligsten und auch bei der großen Baby Lock habe ich dieses feine Plättchen, unter das man die Fäden schieben muss, erst auf den zweiten Blick entdeckt. Ich beginne immer mit der Kone rechts an und arbeite mich dann nach links, finde ich am besten so…

  7. Paola says:

    Auch dieser Bericht gefällt mir wieder sehr gut auch wenn ich zwischendrin sehr zähneknirschend und mit einem geschlossenen Auge weitergelesen habe, denn die Vorstellung, so an dem Stoff zerren zu müssen ist ja gruselig.

    Bin gespannt auf die nächste Maschine.

    Liebste Grüße
    Paola

  8. Tina says:

    danke für Euere tollen Berichte – bei mir ist schon alles zu spät, grins, denn ich habe eine BL Overlock und eine Janome Coverlock, die ich bisher selten benutze und bin mit beiden zufrieden. Und hier bekomme ich neue Anregungen, was man außer säumen damit machen kann.

    Warum ich schreibe: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß wirklich vieles im Leben mit Übung anders wirkt, z. B. das Einfädeln der Nadeln. Bei manchem wundert man sich nach einer Weile, warum einem das früher schwer fiel, bei anderem kann man sich nie daran gewöhnen. Das in einem Kurztest herauszufinden ist leider schwierig bis unmöglich.

    Sehr schlecht ist ein Fuß, der nur an oder aus kennt, aber selbst daran scheint man sich ja zu gewöhnen, bzw auch mittlere Geschwindigkeiten hinzubekommen.

    Es bleibt spannend.

  9. Georg says:

    Hallo alle zusammen,
    Ich bin Georg und Nähmaschinen-Techniker.
    Nachdem ich gelesen habe das anscheinend viele ein Problem
    haben am ende der Naht das Nähgut unter dem Druckerfuss heraus
    zu nehmen, verrate ich Ihnen wie das ganz leicht geht.
    Am Nahende bitte das Handrad 360 Grad im Uhrzeigersin drehen.
    Damit werden die Fäden unter den Greifer freigegeben und das Ganze
    Nähgut läßt sich leicht herausnehmen.
    Grüsse
    Georg

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