MissionUnderCover: Janome CoverPro Limited Edition

Lange und oft haben wir sie angekündigt und auf Instagram unter demselben Hashtag schon viel gezeigt: Die #missionundercover ist in vollem Gange und wir 6 Blogger berichten den ganzen Monat über unsere (ganz) unterschiedlichen Erfahrungen mit 4 Coverlockmaschinen. Hier findet Ihr immer die tagesaktuelle Gesamtübersicht aller Testberichte. Bevor ich Euch meine erste Testmaschine vorstelle, die CoverPro von Janome in der Limited Edition, zeige ich Euch ein Basic-Shirt, das ich gleich als zweite “Arbeit” mit der Janome gecovert habe, aus einem herrlichen Bio-Jersey von Nosh.

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JANOME COVERPRO LIMITED EDITION

Preis 599 Euro

Gesamteindruck Die Maschine ist hochwertig verarbeitet, steht stabil und macht einen ansprechenden Eindruck. Eins fällt sofort auf: der großzügige Durchlass! Eine abolsute Besonderheit unter den Cover-Maschinen und gerade für größere Teile (z.B. Männersweatshirt oder Hosen) sicher eine super Erleichterung. Die Maschine verfügt außerdem über einen Freiarm, ein weiteres Plus, haben andere nicht.

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Handhabung Ich gehöre auch zu den Menschen, die eine Anleitung erst dann in die Hand nehmen, wenn es gar nicht mehr anders geht. In der Generation Apple ist der Anspruch einfach, das alles “intuitiv” sein muss. Und das erfüllt die Janome. Sie ist sehr einfach und schnell eingefädelt, noch viel schneller, als die Ovi (und da bin ich ja nun wirlich geübt). Bemerkenswert ist auch, dass sich die Nähgeschwindigkeit über das Pedal sehr gut “dosieren” lässt, wie ich es auch von meinen anderen Nähmaschinen kenne. Ich hebe das so hervor, weil die anderen Cover-Maschinen eher nur eine Geschwindigkeit (nämlich “schnell”) hatten, und da gerade am Anfang einiges schief geht.

Stichbild Grundsätzlich super! Richtig toll ist die Übersicht der Spannungseinstellungen zu den unterschiedlichen Stichen, die direkt an der Maschine angebracht ist. Abgebildet sind alle Coverstiche (mit 1, 2 und 3 Nadeln) für dünne und dickere Materialien. Ich habe verschiedene getestet und die Angaben haben immer gepasst. Leider habe ich mit der Janome die mit Abstand meisten Fehlstiche gehabt. Das ist mit den anderen Maschinen teilweise auch passiert, aber da hatte es immer einen Grund (z.B. eine dicke Naht oder einen zu dünnen Stoff), aber bei der Janome ist mitten auf der Strecke einfach ein Stich ausgelassen worden, auf dem Foto des Ausschnittes sieht man das ganz gut. Die verhunzte Naht am grauen Shirt zeigt, was passiert, wenn man eine Naht beginnt, ohne eine “Hebamme” und zudem noch einen dünnen fasrigen Sweat covert (als allererstes Coverprojekt nicht zu empfehlen). Weiter unten zeige ich Euch, was eine Hebamme ist.

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Lautstärke Wahnsinnig leise!

Zubehör Neben regulärem Zubehör wie Pinzette & Co sind bei der Limited Edition noch drei extra Nähfüsse und eine DVD dabei.

Fazit Bei der Janome stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Es war die erste Maschine, die ich getestet habe, vielleicht würde ich noch besser mit ihr zurechtkommen, wenn ich sie jetzt hätte, wo ich ein paar Wochen Cover-Erfahrung sammeln durfte. Der große Durchlass ist einfach super und die regelbare Geschwindigkeit gerade bei kleineren Dingen (z.B. Kinderärmel) etc. super. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn dann aus unerfindlichen Gründen ein Fehlstich aus der Maschine purzelt, den man ja auch erst am Ende der Naht bemerkt, da die Covernaht auf der Unterseite des Stoffes gebildet wird. Wenn es aber nur ein einziger Aussetzer ist (und so war es meistens), kann man das gut von Hand kaschieren. Daher überwiegen für mich die Vorteile und ich würde die Maschine als Einsteigermodell empfehlen.

ANFÄNGERTIPPS

Die Hebamme ist ein Stück aus doppellagigem Stoff, auf dem man (mittendrin!) eine offene Naht beginnt und dann die “eigentliche” Naht nachschiebt. So “frisst” die Maschinen nicht den Stoffrand und die Fäden können einfach abgeschnitten werden. Die Hebamme hilft auch gut, wenn man über dicke Nähte muss, das zeige ich Euch bei einem der anderen Testberichte.

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Abschließen könnte man die Naht auch mit der Hebamme. Alternativ zieht man die Oberfäden mit einem Schrauber o.ä. nach vorne, scheidet sie dann ab und zieht das Stück Stoff mit einem Ruck zur Seite, schneidet dann noch den Unterfaden ab. Dabei werden die Fäden automatisch auf die Vorderseite des Stoffes gezogen und man muss nur noch den Unterfaden vernähen.

missionundercover4Danke, wenn Ihr bis zum Ende gelesen habt! Morgen geht es weiter bei Johy und ich berichte am Montag über meine Erfahrungen mit der Baby Lock Success C4. Alle Coverlockmaschinen für diese Testreihe wurden uns zur Verfügung gestellt von der Nähwelt Flach.

Liebste Grüße
Miri

PS: Danke Änni, für das tolle Logo!

Verlinkt RUMS
Stoff Blockstreifen (Nosh via Stoffbüro)
Schnitt Michi (Schnittgeflüster)

33 thoughts on “MissionUnderCover: Janome CoverPro Limited Edition

  1. Tag für Ideen says:

    Der Streifenjersey sieht toll aus, und du in ihm sowieso!!!
    Toller Bericht, und super Tipps – ich glaube, jetzt habe ich das mit dem Vernähen auch gecheckt :-).
    Danke!!
    Liebe Grüße
    Veronika

  2. Monika says:

    Sehr toller Bericht!
    Ich bin wirklich begeistert von eurer Aktion und auch wenn ich mich zu der “ichbrauchkeineCoverFraktion” zähle so finde ich es super interessant eure Berichte zu lesen!
    Also falls ich irgendwann doch mal zu schlagen sollte, dann weiß ich bescheid!
    Liebe Grüße
    Monika

    • Selina says:

      Jaja, ich zählte mich auch zur Fraktion “Ich brauche keine Cover- und keine Overlock!”
      Daher wollte ich eigentlich auch die Testberichte gar nicht anschauen … doch als ich “Janome” hörte, wurde ich schwach und hab mich nun doch reingeklickt und jetzt überlege ich, ob ich nicht doch irgendwo Platz schaffen könnte 😀
      Aber eigentlich sollte ich standhaft bleiben, denn meine Janome Horizon 7700 macht auch wirklich wunderbare fake Overlock- und Covelock-Nähte! Denn die 600 Euro in Stoff zu investieren, klingt schon auch mehr als verlockend 😉
      Aber ich werde hier wohl dran bleiben… tüdldü… Selina

  3. Karina says:

    Danke für den tollen Bericht, meine Overlock ist von janome und ich finde sie einfach super! Wenns dann mal ne Cover wird, werd ich wahrscheinlich auch zu der Marke greifen, aber erst brauche ich eine neue Nähmaschine!!!
    Zu deinem Shirt: Die Farbe steht dir wirklich gut und mir gefällt dass durch die Covernähte ein einfaches Shirt zu etwas besonderem wird!!!

    Liebste Grüße Karina

  4. Jessica says:

    Ich bin mir ja nicht sicher ob mir eure UnderCover Mission gefällt….. die weckt Begehrlichkeiten die ich vorher nicht hatte 😀 Ist nicht bald wieder Weihnachten? *g*

    Liebe Grüße, Jessica

  5. NähKäthe says:

    Die Maschine hört sich ja wirklich gut an! Finde eure Berichte echt interessant! Und der Preis ist ja auch noch einigermaßen erschwinglich. Mal sehen ob ich mir nicht doch irgendwann noch eine Covermaschine anschaffe. oO

    Lieben Gruß
    NähKäthe

  6. Sternbien says:

    Sehr guter Post und mal mit Preisangabe, dachte nicht, dass die Janome so günstig ist. Dann weiß man gleich, wie viel einem was wert ist. Fehlstiche kenne ich nur zu gut und habe die Nase voll davon und bin gespannt, was ihr über die Babylock berichten könnt. Dein Shirt sieht auch sehr schön aus und tolle Farben! Ganz liebe Grüße

  7. Claudia says:

    Danke für den ausführlichen Bericht! Ich finde es total spannend, eure Berichte zu lesen und zu sehen, wo für man die Maschinen einsetzen kann und wo es evt. mal harkt.
    Freu mich auch auf die nächsten Berichte. Tolle Aktion
    Claudia

  8. Marina metterlink says:

    Mein Mantra (ich brauche keine Coverlock, ich brauche keine …) halte ich noch aufrecht, auch wenn mir eure tollen Werke total gut gefallen! Auch dein Streifenshirt ist super geworden und eure Berichte lese ich mir natürlich trotzdem durch 😉
    Liebe Grüße,
    Marina

  9. Marie says:

    Das Shirt ist toll.
    Mit dieser Cover-Maschine habe ich auch geliebäugelt, mich dann aber doch für eine andere entschieden. Schon ärgerlich, wenn sie immer weider Stiche auslässt.

  10. Johy says:

    Du siehst zauberhaft aus liebe Miri!! Und so gecovert bekommt so ein Shirt wirklich noch den letzten Pfiff! Passt perfekt zu Dir!
    Und Deine Hebamme ist spitze :-)) und ich bin auf meine Janome-Erfahrung schon so gespannt!
    Liebe Grüße
    Johy

  11. Nina says:

    Danke für den tollen Bericht. Eine Cover steht auch noch auf meiner Liste. Das Shirt mit den Blogstreifen finde ich super!

    LG,
    Nina

  12. Claudia says:

    Die Covernähte geben doch allen Teilen das gewisse professionelle gewisse Etwas. Nur zu blöd, dass ich mir eben erst gerade eine neue (normale) Nähmaschine kaufen musste, weil meine alte nicht mehr wollte. Jetzt herrscht Ebbe in de Kasse

  13. Heike Cox says:

    das shirt ist toll, und mit ner cover sehen sie gleich viel professioneller aus, ich warte mal die gesammten berichte ab, tolle aktion
    lg heike

  14. Änni says:

    Den Stoff finde ich ja so toll, obwohl sich das nicht erklären lässt: zwei Farben die gar nicht mein Fall sind, sind es zusammen plötzlich doch? Liegt das an den Streifen? Oder einfach -+-=+ ? 😉
    Und Dein Cover-Bericht ist sehr schon geschrieben und auch wirklich umfangreich, Respekt!
    Liebe Grüße, Änni

  15. Sandra says:

    Tolles Shirt!
    Das mit den Fehlstichen kann ich leider bestätigen (meine Elna ist baugleich zur Janome).
    An manchen Tage läufts gut, dann wieder ein Fehlstich dazwischen. Ohne Grund. Pffff…
    Wenigstens geht das Auflösen der Naht recht schnell…
    Liebe Grüße
    Sandra

  16. chrissibag says:

    Ein tolles Shirt hast Du Dir genäht! Das steht Dir einfach supergut! Bitte oft tragen!!!
    Die Janome habe ich mir auch schon mal angesehen! Da die Verkäuferin auch etwas Schwierigkeiten mit den Stichen hatte, war ich nicht überzeugt. Aber ich glaube, sie wäre definitiv die Maschine, die ich mir nehmen würde. Und wie Du schon geschrieben hast, braucht man doch viel Zeit, um alles im Griff zu haben.
    Vielen Dank für Deinen Einblick! Ich freu mich schon auf den nächsten Beitrag 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Christiane

  17. Mara says:

    Ich find das echt total spannend, was ihr hier alles berichtet! Total hilfreich und mal wirklich interessant und für “nicht-Wisser” gut erklärt…Danke!!!!
    Alles Liebe, Mara

  18. Anna says:

    Ich finde es klasse, dass ihr die Maschinen testet. Denn ich spiele mit dem Gedanken mir genau diese zu kaufen. So kann ich mich besser entscheiden. Danke!
    Und übrigens cooles Shirt! 🙂

  19. Paola says:

    Ein super Bericht. Toll strukturiert und sehr aufschlussreich. Die Maschine interessiert mich jetzt wirklich sehr und ich werde mal nach dem Fehlstichproblem go+++en. Die Vorteile liegen ja eigentlich auf der Hand.

    Danke für deine Mühe.

    Grüße
    Paola

  20. strickprinzessin says:

    Sehr schön, es bestätigt mich die richtige Maschine gekauft zu haben, danke für euere Arbeit. Zu Beginn hatte ich auch Fehlstiche mit der Janome, die sind jetzt so gut wie nicht mehr, ich habe oben die Spannung / Füßchendruck ganz runtergedreht. Die Babylock ist mir einfach zu teuer gewesen und der Durchlass hat mit auch nicht überzeugt…..
    Dankne ihr Lieben 🙂
    lG Melanie

  21. Katrin says:

    Das mit den Fehlstichen passiert nur dann, wenn du Stoppst und die Nadeln dabei nicht im Stoff sind. Warum, weiß ich auch nicht, wüsste ich aber gern. Irgendwie verhaspelt sich die Maschine dabei, wenn man sie nach einem Stop wieder in Gang setzt. Kann man diese Sachen nicht beim Flach nachfragen? Dafür testet ihr doch oder? Ansonsten ist die Janome eine Top Maschine.

    LG Katrin

    • Miri says:
      Miri

      Hallo Katrin,
      ja dieser Zusammenhang ist beim einen der Fall gewesen, beim anderen nicht. In unserer Testreihe ging es uns vor allem darum, dass jeder anders mit einer Maschine umgeht und unterschiedliche Erfahrungen hat und macht, jeder andere Bedürfnisse und es z.B. für den einen ok ist, auf so etwas zu achten wie “nicht stoppen mit Naden oben” oder nicht. Die Idee ist ja, dass jede Maschine für uns ein unbeschriebenes Blatt ist und dadurch vergleichbar wird. Jede hat ihre Tücken und man wird erst nach und nach wirklich wissen, wie sie so tickt. Aber ich bin sehr froh, dass wir diese Reihe so machen konnten und ich meine finale Entscheidung mit bestem Gewissen treffen konnte 🙂
      Liebe Grüße, Miri

  22. Claudia says:

    Hallo Miri,
    ich bin gerade über Deinen Bericht gestolpert und habe die Kommentare gelesen… Danke aber schon mal vorab für den ausführlichen Bericht.
    Ich finde die Janome Klasse, allerdings muss man sie leider 1. lange “einnähen” weil dies ab Werk nicht gemacht wird, und viele Händler dies nicht tun.
    Weiterhin kann ich nur empfehlen sich sogenannte schwarze Nadeln zu besorgen, weil diese beschichtet sind gleiten sie leichter durch den Stoff. Mit ihnen hatte ich sofort nur noch an manch kritischen Stellen Fehlstiche. (BLX4N/JLX2 Größe 90)
    Mein letzter Tipp ist, mit dem Fussdruck zu experimentieren, der ist ab Werk viel zu fest eingestellt…
    So, das waren noch meine Hinweise zur Maschine 🙂

    LG, Claudia

    P.S. übrigens, wer bei FB ist, es gibt dort eine Gruppe zur Maschine – da wird gerne weiter geholfen… 🙂

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