Laurelhurst Cardigan aus Strick in schwarz-rot

Einmal im Monat darf ich Euch ja einen amerikanischen Schnitt vorstellen, den Annika von näh-connection in deutscher Version in Ihrem Shop vertreibt. Im Februar habe ich mich für den Laurelhurst Cardigan entschieden, da ich, wie es der Zufall so will, den perfekten Stoff dafür bekommen habe: einen leichten Strick, der superangenehm zu tragen ist. In dieser Qualität würde ich mir noch ein paar andere Farben wünschen – grau, marine, toffee…

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Der Cardigan ist schnell genäht, das Ebook leicht verständlich. Der besonders stark ausgeprägte Schal vorne gefällt mir total, dieses Ponchoartige ist supergemütlich und kleidsam. Ich habe noch einen Druckknopf im Nacken seitlich angebracht (siehe Bild unten rechts) , damit ich eine weitere Tragevariante (neben lässig offen) habe. Nachdem ich die gefühlt 200 Seiten zusammengeklebt hatte (klar, so ein Schnitt hat viele Seiten…), habe ich ersteinmal Größe 8 nach Maßtabelle gewählt. Was sich als zu groß herausstellte, insbesondere an Schultern und Armen. Habe dann rundrum 1,5 cm weggenommen, so finde ich den Cardigan perfekt und werde sicher noch einige davon nähen (wenn ich die oben genannten Farben ergattere).

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Noch kurz zum Stoff: ich liebe schwarz und ich mag rot sehr gerne. In Kombination finde ich es eigentlich nicht sooo toll (und das ist jetzt freundlich ausgedrückt, hüstel). Im unvernähten Zustand habe ich mir mit dem Stoff zuerst schwer getan (obwohl er sich einfach großartig anfühlt). So als fertiges Teil und besonders auf den Bildern kommt die Melange aber unerwartet gut raus und ich freue mich echt über dies Zuwachs im Kleiderschrank.

Liebste Grüß
Miri

Verlinkt RUMS
Schnitt Laurelhurst Cardigan (Straight Stitch Designs via näh-connection)
Stoff leichter Strick, bordeaux/schwarz-meliert (Lillestoff)

Durana oversized in gelb

Wie schon kürzlich erwähnt, hat es mir der Lagenlook zur Zeit angetan: ein Oversize-Teil und drunter uni- oder Muster-Blusen, mit (Steh-)Kragen oder oder…. Heute zeige ich einen neuen Liebling: Durana, ein Oversize-Pulli mit tiefem V-Ausschnitt, vorne mit Teilung genäht und hinten länger, mit überschnittenen Schultern und seitlichen Schlitzen. Einige Details, die das Schlichte des Pullis jedoch nicht übertönen. I like!


Der Schnitt hat verschiedene Längen, Weiten und Ausschnitte im Angebot. Hier genäht habe ich den Pulli in 38. Hätte ich superschlanke Beine, dann würde ich liebendgerne mal die Mega-Oversize-Variante nähen und dazu eine Lederleggins tragen… Naja, dann halt so. Der Stoff stammt ebenfalls aus meiner Faschingsbestellung von Buttinette, die Farbe finde ich einfach knallermäßig! Einen ähnlichen Ton in toller Strickqualität habe ich leider bislang nirgends gefunden. Any Empfehlungen?

Habt einen schönen Mittwoch
Miri

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MeMadeMittwoch
Schnitt Durana (Schnittgeflüster)
Stoff Strick curry (Buttinette)

Usedom als Shirt mit Bambi

Man bekomme zwei herrliche finnische Stoffe von der lieben Catrin aus dem stoffbüro (und das auch noch persönlich geliefert, nicht wahr liebe Instagram-Freunde?), streichle diese ein paar Abende und nehme dann einen bewährten Schnitt, neu interretiert. Heraus kommt ein absolutes Wohlfühlding, das ich, sobald es die Außentemperaturen zulassen, rauf und runter tragen werde. Ich freu mich schon!

Achso, mehr zum Schnitt wollt Ihr wissen? Usedom, knapp hinter der vermeintlichen Achsel gekürt und ohne Bündchen genäht. Dies ist M, fällt schön weit und luftig aus. Aus ganz dünnem Jersey sicher auch sehr interessant. Für das zuckersüße Bambi (wie toll ist das denn bitte?!) und die toffefarbenen Ringel erschien mir ein lässiger Schnitt genau richtig.

Liebste Grüße
Miri

Verlinkt RUMS
Schnitt Usedom (schnittreif)
Stoff Bambi/Ringel (stoffbüro)

FrauAiko schwarz strukturiert

Heute verliere ich keine langen Worte und zeige Euch euch einfach direkt meine neue FrauAiko. In schön-schlichtem schwarz. Der Stoff wird zwar als Strick-Jersey angeboten, dehnt sich aber nicht. Er ist relativ fest und der Clou ist die besondere Struktur. Da der Stoff sehr günstig ist, war mir klar, dass die Qualität nicht wirklich toll ist und ziemlich viel Kunstfaser im Spiel ist, aber zum Ausprobieren hat es mich gereizt. Ich fände ihn auch für ein schlichtes Kleid in A-Linie toll, aber dafür ist er einfach nicht angenehm genug zu tragen.

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Den Lagenlook trage ich zur Zeit sehr gerne – funktioniert auch mit schicker Bluser drunter oder gemusterten Shirts. FrauAiko habe ich unverändert in S genäht, von der Länge her würde ich empfehlen, wenn sie nicht mit etwas drunter getragen werden soll, noch 2-3 cm am Saum dazuzugeben.

Habt einen schönen Mittwoch!

Liebste Grüße
Miri

Verlinkt MeMadeMittwoch
Schnitt FrauAiko (fritzi&schnittreif)
Stoff Strick-Jersey Tom (Buttinette)

Sweatjacke jErik geringelt

Dass es diese Jacke noch auf den Blog, nein überhaupt in einen tragbaren Zustand, schafft, hätte ich schon kaum mehr für möglich gehalten. Das Projekt habe ich im letzten Sommer begonnen, den Stoff dafür nach den Wünschen des Mannes Ende September beim Lillestoff-Festival mitgenommen und dann sofort zugeschnitten. Und so lagen die gefühlt 200 Schnitteile dann eeewig auf dem Zuschneidetisch. Warum? Na, weil immer neuer Stoff und neue Schnitte für mich selbst dazwischen kamen. #selfishsewing und so, Ihr wisst ja…

In den Weihnachtsferien fragt der geduldige Mann dann, wann denn mal – die von mir zugegebenermaßen heiß angepriesene – Sweatjacke fertig sei, da er sich sonst gerne eine neue kaufen würde. Um Gottes willen! Verschämt verzog ich mich sofort ins Nähzimmer und legte voller Tatendrang los. Unter Druck konnte ich schon immer am besten arbeiten. Nun, was soll ich sagen? Bei der wirklich wunderbaren Jacke jErik empfehle ich folgende Dinge NICHT: Man nehme keinen dehnbaren Sweat (der verzieht sich gerne mal beim Reissverschluss einnähen, so dass hinterher nichts mehr stimmt). Man nehme keine Ringel (trotz aller Bemühungen bereits beim Zuschnitt ist es am Ende einfach unmöglich, die vielen Schnitteile stimmig zusammen zu nähen). Man nehme kein billiges Webband zum Versäubern des Reissverschlusses (das es schafft zwei Nadeln der Nähmaschine zu schrotten) und last but not least: man mache keine Experimente mit SnapPap auf einer fertigen Jacke, die endlich, nach dreimaligem Auftrennen des Reissverschlusses, damit die Ringel trotz verzogenen Sweat einigermaßen passen, fertig ist. ALLES KLAR?

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Sehen wir mal, von diesen nicht unbedingt erholungsfördernden Erfahrungen im Entstehungsprozess (so viel ist einfach noch NIE schief gegangen bei einem einzigen Kleiungsstück), ist die Jacke toll geworden und gefällt dem Mann auch wirklich gut. Das Ebook ist superverständlich (um nicht zu sagen idiotensicher) und ich werde das, um mich selber zu kurieren, auch ganz zeitnah noch einmal aus schlichtem Uni-Sweat ohne Stretchanteil nähen. Das ist hier übrigens Größe M in der taillierten Version.

Drei Reissverschlüsse an einem Teil plus Applis, Covernähte und so weiter – als Verfechterin des schlichten und puren Schnitts habe ich hier ganz schön aus den Vollen geschöpft, was?

Liebste Grüße
Miri

Verlinkt Creadienstag
Schnitt jErik (henneprülla)
Stoff Sweat Blockstreifen anthrazit-weiß (Lillestoff)