Schmale Basic-Hose für Daheim

Ich schließe die Türe auf, lege die Schlüssel auf das Brettchen an der Treppe, lasse die Kinder in den Garten (zur Zeit meist mit einem Eis in der Hand) und dann kommt der allerallerbeste Moment des Tages: Ich schlüpfe in meine Haushose. Nichts fühlt sich besser an, als der Moment, wenn man “wirklich” zu Hause ist. Bitte sagt, dass es Euch auch so geht?! Wenn Besuch da ist, und ich zu Hause meine “Draußen-Klamotten” trage, fühlt sich das immer irgendwie falsch an. In Jeans auf dem Sofa? Geht gar nicht.

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Ich gebe zu, ich nähe wirklich viel und entsprechend viele Klamotten habe ich. Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, ob mein Kleiderschrank nicht bald platzt. Tut er nicht, keine Sorge. Ihr kennt einfach alles aus meinem Schrank, viel anderes ist da nicht drin. Außer eben in der Kategorie Haushosen. Bislang habe ich da eine große Anzahl an “Schätzen”, die mich schon viele Jahre begleiten, gehortet. Mit Löchern, Flecken und viel Geschichte. Da ist zum Beispiel die Hose, die ich schon beim Abilernmarathon anhatte, jene, die ich mir damals extra neu kaufte, als ich vor zwölf Jahren meinen Mann kennenlernte und ich mich für die Abihose schämte, dann Umstandshaushosen, Wochenbetthaushosen und so weiter. Jede eine Geschichte für sich – wie könnte ich sie wegschmeißen? Nun, tragen kann ich sie auch nicht mehr, das wäre schon Körperverletzung.

Die Sache am Leben mit kleinen Kindern ist die, dass man einfach viel daheim “überrascht” wird, man oft unerwartet Besuch bekommt. Im Leben vor den Kindern bekam ich quasi einen Herzinfarkt, wenn es mal unangemeldet an der Tür klingelte und es nicht nur der DHL-Mann war. Ihr ahnt worauf ich hinaus will? Die junge Mutter von heute benötigt eine Haushose, die bequem ist und gleichzeitig nicht nach Penner aussieht. Um es mal auf den Punkt zu bringen.

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Lange schon liegt die schmale Basic-Hose von kibadoo auf meinem Nähtisch, und als der Sommersweat von Lillestoff ankam, schienen mir die beiden eine gute Kombi. Der Sweat ist leicht stretchig und fühlt sich wunderbar an. Da ich es leger wollte, habe ich statt M eine L genäht. Nun ja, Ihr seht selbst, dass es nicht leger, sondern eng eng eng geworden ist. Es ist nunmal ein Jerseyschnitt und ich war wohl etwas zu optimistisch was meine Größe betrifft. Nicht destotrotz ein schöner Schnitt und nachdem die Hose schon einige Abende in Gebrauch war, hat sie sich der Sweat schon etwas geweitet und die Hose sitzt so lässig, wie gewünscht – zumindest bis zur nächsten Wäsche.

Einen schönen Donnerstag Euch und liebste Grüße
Miri

Verlinkt RUMS
Schnitt Schmale Basic-Hose (kibadoo)
Stoff Sommersweat Rebekah (ab Samstag bei Lillestoff)

Grau gepunktet: FrauSelma als Top

Nach einer Woche Blogpause (das Leben 1.0 hatte einfach Vorfahrt) zeige ich Euch heute ein neues Lieblingsteil: FrauSelma als Top. Eigentlich ein Kleid, habe ich es auf Hüfthöhe gekürzt und in M genäht, für den perfekten Loose-Fit. Die dünne Viskose fällt so richtig schön fließend, mein Kopfkino wurde Realität.

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Grau-weiß gepunktet kann ja nichts schief gehen! Ich kann mich nur nicht entscheiden, ob ich es mit oder ohne Gürtel besser finde. Genial ist in jedem Fall der tiefe Rückenausschnitt. In Kombi z.B. mit einem Racerbacktop gefällt mir der auch ganz gut.

Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Bildermachen. Meine Kleine ist mittlerweile so eingegroovt, dass sie, schon während ich aufbaue, anfängt zu posen und während ich die Fotos mache, direkt neben mir alles nachahmt. Deswegen lache ich auch immer auf den ganzen Bildern. Sie ist so lustig 🙂SONY DSC

Soviel für heute – wenn ich es schaffe, dann gibt es morgen nochmal was.

Einen schönen Mittwoch Euch und liebste Grüße
Miri

Verlinkt MeMadeMittwoch (hier gibt es heute wieder jede Menge tolle selbstgenähte Kleidung)
Schnitt FrauSelma (fritzi&schnittreif)
Stoff Viskose (Stoff & Stil)

Gepunktet: Superbia als Maxikleid

Seitdem ich den Schnitt neulich wieder genäht habe, ging mir durch den Kopf, die Superbia als Maxikleid zu nähen – inspiriert von einem neuen Kleiderschnitt (den man zur Zeit überall sieht). Es hat sicher nicht ausschließlich mit meinen schwäbischen Wurzeln – sondern vielmehr mit gesundem Menschenverstand – zu tun, dass ich lieber mit mit ein paar Handgriffen aus einem vorhandenen Schnitt, etwas anderes und Individuelles mache, als immer jeden Trendschnitt zu nähen. Monika hat sich dazu kürzlich ganz spannend geäußert.

In diesem Fall habe ich die Superbia auf Taillenhöhe gekürzt, und unten einen leicht ausgestellten Rock angefügt. In der Taille (dass ich die bei mir betonen muss habe ich ja mittlerweile verstanden) habe ich ein 6 cm breites Bündchen eingesetzt. Bei einer Wiederholung würde ich das Bündchen glaube ich doppelt nehmen, das macht den Sitz noch besser. Ich war etwas schüchtern mit der Länge und habe beim Shooten festgestellt, dass ich da ruhig noch 2-3 cm kürzen kann. Die Träger habe ich dieses Mal ohne Schleife genäht, sonder einfach in der richtigen Länge verknotet und in der Raffung auf der Halsrückseite versteckt.

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Der Stoff ist perfekt für ein langes Kleid. Der Jersey ist ganz leicht, fließend und dünn und einfach wunderwunderschön. Die großen Punkte sind graublau. Ich hoffe ganz arg, dass da noch andere Farbkombinationen folgen werden…

Ob ich das Kleid für einen Mädelsabend morgen anziehen kann oder ist das eher für tagsüber bzw. Strand? Es sind über 37 Grad angesagt…

Liebste Grüße
Miri

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Schnitt Superbia (Erbsünde)
Stoff Big Dots (ab Samstag bei Lillestoff erhältlich)

Kleid-Experiment ins steingrau-schwarz

Neulich habe ich meine erste Toni gezeigt und über meine Problematik mit dem Rockteil geschrieben (Stichwort unvorteilhaft und so). Nicht destotrotz sehe ich noch Potenzial für mich und werde mich langsam an eine optimale Version herantasten. Heute habe ich allerding zu großen Teile auf meinen altbewährten Wickelding-Schnitt zurückgegriffen. Häh? Ja!

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Statt Wickelteil habe ich ein schlichtes Oberteil gezeichnet mit einem extrem breiten Ausschnitt, um diesen dann mit der Cover kräuseln zu können. Außerdem wie schon bei verschiedenen Projekten in letzter Zeit kurze Flügelärmel, ebenfalls gekräuselt. Rock und Zwischenteil sind dann wieder eins zu eins aus dem Schnitt von kibadoo. Ich denke das insebsondere das schmale Zwischenteil einen großen Teil leistet, warum ich mich in diesem Schnitt viel wohler fühle. Unscheinbar, aber große Wirkung.

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Der steingrau-melierte Jersey wirkt mit dem schwarz genauso schlicht-schick wie ich es mir erhofft habe und macht das Kleid zu einem luftigen Teilchen für jene über-30-Grad-Abende, die uns hier in Süddeutschland ab morgen wieder erwarten.

Morgen gibt es ein weiteres Kleid für hot days and nights! Wer mir auf Instagram folgt, der hat schon eine Vorahnung. Bitte entschuldigt, ich bin heute sehr knapp, muss mal früher ins Bett. Gähhhn….

Liebste Grüße und einen schönen Mittwoch
Miri

Verlinkt MeMadeMittwoch (hier gibt es heute wieder jede Menge tolle selbstgenähte Kleidung)
Schnitt Basic Wickelkleid (kibadoo)
Stoff Jersey steingrau meliert (Lillestoff)

Wasserfallshirt büro- und freizeittauglich

Dieser Stoff fühlt sich genau so an, wie er aussieht: herrrrlich! Ganz weich und fließend, fein beige meliert. Als ich ihn letzte Woche in den Händen hielt, war mir gleich klar, dass etwas daraus werden soll, dass das “Fließende” so richtig unterstreicht: ein Wasserfallshirt. Nach längerer Suche bin ich dann bei einem für mich neuen Schnitt von pattydoo hängen geblieben.

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In der allergrößten Hitze die letzten Tage, ist mir aufgefallen, dass ich zwar unwahrscheinlich viele wunderschöne und sommerliche Kleider besitze (die ich tatsächlich auch alle im Büro trage), ich aber für offiziellere Termine doch wenig memade im Kleiderschrank habe. Ein schickes ärmelloses Top war da die Lösung! Am Schreibtisch und in der Mittagspause (und auch in der Eisdiele am Nachmittag mit den Kids) schön luftig und für Termine dann hochoffiziell mit Blazer. So konservativ sehr Ihr mich hier so schnell nicht wieder 🙂

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Kleiner Tipp: Ich habe mir direkt die Langarmvariante des Schnitts gekauft und hier ärmellos genäht. Dann kann ich den Schnitt auch wieder im Herbst oder Winter nähen. Gibts nämlich für denseben Preis auch ohne Ärmel. Ich bin halt eine echte Schwäbin – wenn es mir reinläuft. Außerdem fällt der Schnitt eher knapp aus. Genäht habe ich eine 40, Oberteile trage ich normalerweise in 38.

Habt einen schönen Donnerstag und liebste Grüße
Miri

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Schnitt Scarlett (pattydoo)
Stoff Jersey beige-meliert (Lillestoff)

Justanothertee orange-weiß geringelt

Ringel gehen immer, sie machen für mich so gut wie jedes Kleidungsstück zum Lieblingsteil. Und auch in diesem Fall passen Stoff und Shirt wie A**** auf Eimer. Seit letzter Woche ist Monikas Freebook Justanothertee draußen, ein schlichtes Shirt aus zwei Schnitteilen, vorerst nur in Größe M. Aber die “geübte” Näherin weiß sich ja zu helfen und passt an.

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In meinem Fall habe ich folgende Anpassungen vorgenommen: Auf Vorder- und Rückseite jeweils um 2 cm im Bruch in der Mitte reduziert und die Ärmel auf Achselhöhe gekürzt. Da ich einen sehr flutschigen Viskosejersey gewählt habe, verfügt der Stoff über ordentlich “Drape” (das ahhhh und ohhh bei einem lockeren Fit, wie ich meine) und fällt so richtig schön. Als Ausschnitt habe ich die tiefere Variante gewählt, da ich immer ein Top oder Neckholder darunter trage. Ich mag den Look sehr und werde damit noch weiter experimentieren. Die hintere Mitte habe ich ürbigens geteilt, davon aber leider kein gutes Bild geschossen. Dafür erkennt man die weißen Covernähte ganz gut, die den sportlichen Look unterstreichen. Und seht Ihr, wie toll die Ringel an der Schulter aufeinander treffen?

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Fazit: Eine super Ergänzung für mein Shirt-Repertoire – habt Ihr auch schon eins?

Danke liebste Monika!

Verschwitzte Grüße
Miri

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Schnitt Freebook Justanothertee (Schneidernmeistern)
Stoff vom Stoffmarkt

Toni und ich, rosa-geblümt.

Als ich gerade Fotos für nächste Woche abgelegt habe, bin ich über diese hier gestolpert, die ich offensichtlich vergessen hatte 🙂 Bei der Menge an Kleidungsstücken, die zur Zeit entstehen, kein Wunder… Ich habe neulich meinen Kleideschrank ausgemistet und jetzt ist wieder seeeehr viel Platz zum Befüllen. Um ehrlich zu sein, waren da Kleider von vor Schwangerschaft 1 bis nach nach Schwangerschaft 2 drin – hüstel – ein enormes Größenspektrum also.

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Dies ist meine erste Toni. Ein unheimlich wandelbarer und vielfältiger Schnitt mit Raglanärmeln, den ich bei so vielen anderen schon so lang bewundert habe. Es sollte ein Pedant zum Wickelding werden. Ein neuer, weiterer “mein Schnitt”. Was soll ich sagen? Das war wohl nix. Der Schnitt ist wunderbar, ein super Ebook und den Preis auch wert. Aber Frauen mit Birnenfigur (also wie ich) Finger weg! Wenn selbst der Mann sagt, dass man damit “anders” aussehe als sonst, dann ist irgendwas im Argen. Definitiv stehen mir körperbetonte Schnitte besser, auf jeden Fall um die Taille und Hüfte rum. Meine ich. Oder fühle ich. Und das kleine Muster auf hellem Grund ist jetzt auch kein Figurschmeichler…

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Nichtdestotrotz zeige ich Euch das Kleid. Der Stoff ist einfach ein Traum und perfekt für ein Sommerkleidchen. Und ich finde es auch immer ganz gut, mal zu sehen, wie unterschiedlich ein Schnitt aussehen kann.

Einen schönen Samstag Euch noch und tankt Sonne.

Liebste Grüße
Miri

Schnitt Toni (Milchmonster)
Stoff Pink Sevenbark (Lillestoff)

Just another Kimono Tee

Nach Kleid und Top gibt es heute eine weitere alte Bekannte: das Kimono Tee (Freebook!). Wieder auf Brusthöhe geteilt und dieses Mal etwas knapper ohne Nahtzugabe genäht, so noch besser unter einer Strickjacke oder Pulli tragbar. Sollte es in diesen Tagen mal kühl werden *muaha*

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Der Stoff hat eine geniale Farbgebung und die Blumen im Retrostyle sind so richtig sommerlich. Überflüssig zu sagen, dass es sich um ein Design von Enemenemeins handelt – oder? Statt typischen Covernähten habe ich dieses Mal nur mit dem Zweifachstich abgesteppt. Klassisch schön, oder?

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Fotografiert habe ich das letzte Woche, als es tagelang in Strömen regnete und der Sommer so fern schien. Zur Zeit liegen hier Stoffe, die ich am liebsten zu Herbst- oder gar Winterteilen vernähen würde, aber das bekomme ich einfach nicht hin… Wo ich doch am liebsten ein Kneippbecken unter dem Nähtisch hätte 🙂 Also geht es nächste Woche wohl weiter mit der Sommerparade.

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Liebste Grüße und einen schönen Donnerstag
Miri

Verlinkt RUMS, Nähfrosch
Schnitt Kimono Shirt (Maria Denmark)
Stoff Waterbloom (ab Samstag bei Lillestoff)

Hallo Sommer! Superbia blaugemustert.

Wie gestern angekündigt, steht hier diese Woche alles im Zeichen der Hitzewelle und ich zeige Euch Teile, die den Sommer noch schöner (und erträglicher) machen. Den heutigen Schnitt, Superbia, habe ich im letzten Sommer schon als Top und Kleid genäht. Als ich den kleingemusterten Jersey in den Händen hielt, fiel er mir wieder ein.

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Die Blautöne finde ich in Kombination mit Sommerbräune besonders strahlend, gefällt mir sehr und wäre bestimmt auch toll als langer Rock. Noch zum Schnitt: Der fällt sehr groß aus, ich habe tatsächlich XS genäht, nur so als Anhaltspunkt. Im Schnitt gibt es mehrere Längen im Angebot, diese Variante ist die kürzeste.

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Schnell genäht und ein tolles Sommerteil, luftig, aber dennoch nicht so nackig wie ein Tube-Top. Mag ich. Dazu gab es noch ein fixes Haarband – et voilà.

Liebste Grüße und frohes Schwitzen
Miri

Verlinkt MeMadeMittwoch (hier gibt es heute wieder jede Menge tolle selbstgenähte Kleidung)
Schnitt Superbia (Erbsünde)
Stoff Rummy Kombi (Lillestoff)